Money Matters 24: ESG-Ratings

15. November 2023

MM #24
ESG-Ratings
 

Seit Veröffentlichung des EU-Aktionsplans zur Finanzierung nachhaltigen Wachstums von 2018 wird das Thema Nachhaltigkeit immer bedeutungsvoller in der Finanzwirtschaft. So sind zum Beispiel institutionelle Anleger dazu angehalten, vermehrt Nachhaltigkeitsaspekte in die Entscheidungsprozess für Investitionen miteinzubeziehen. E, S und G stehen hier für solch eine ganzheitlichere Betrachtung ökonomischen Handelns, die auch deren Einflüsse und Auswirkungen auf Klima und Umwelt (E), Gesellschaft (S) und die Unternehmensführung (G) erfassen will. Das hat dazu geführt, dass nicht nur die Nachfrage nach solchen „ESG-Ratings“, sondern auch das Angebot von Agenturen, die solche Bewertungen anbieten, in den letzten Jahren stark gestiegen ist. Auch in den kommenden Jahrzehnten wird der Markt für Umwelt-, Sozial- und Governance-Bewertungen (ESG) und -Daten voraussichtlich enorm wachsen.

Der noch junge Markt für ESG-Bewertungen weist allerdings erhebliche Mängel auf.
Zum einen fehlen geltende Standards zu den Anforderungen und Maßstäben für Ratings (die Genauigkeit, Transparenz, Neutralität und Objektivität von ESG-Bewertungen), es bestehen erhebliche Vorurteile und Interessenkonflikte zwischen Rating-Anbietern und -Nutzern und zum anderen besteht aktuell auch eine starke Abhängigkeit von wenigen, sehr großen oligopolistischen Rating-Agenturen. Diesen Regulierungsbedarf sehen alle Berührungsgruppen.
Die EU-Kommission will diese Lücke mit dem Gesetzespaket 2023/0177 „Transparency and Integrity of Environmental, Social and Governance (ESG) rating activities” schließen.

In diesem Briefing:

  • Der Vorschlag der EU-Kommission
  • Grüne Bewertung
  • Unsere Schlussfolgerung
Das ganze Briefing könnt ihr hier downloaden (PDF) und hier online einsehen.