24. Oktober 2025

Bezahlbares Wohnen auf EU-Gipfel: Mitgliedstaaten dürfen sich nicht hinter Subsidiarität verstecken

Nachhaltige FinanzenPressemitteilung

Pressemitteilung
Brüssel, 24. Oktober 2025

Zum gestrigen Europäischen Rat, bei dem erstmals die Wohnungsfrage auf höchster Ebene diskutiert wurde, erklärt MdEP Rasmus Andresen, Ko-Vorsitzender der Grünen/EFA-Arbeitsgruppe „Wohnungs- und Sozialthemen“:

“Dass die Wohnkosten in der EU seit 2015 um mehr als die Hälfte gestiegen sind, lässt sich weder national noch lokal lösen. Es ist längst überfällig, dass Staats- und Regierungschefs der EU die Wohnungskrise endlich ernsthaft angehen. Wenn Finanzakteure europaweit Wohnungen aufkaufen und spekulative Geschäftsmodelle sowie grenzüberschreitende Investmentströme die Hauptursache für explodierende Preise sind, ist europäisches Handeln unverzichtbar. Wer nur auf nationale Lösungen setzt, lässt die Menschen im Stich. Subsidiarität darf nicht als Vorwand dienen, um dringend notwendige Maßnahmen auf EU-Ebene zu verhindern.“

Hintergrund:
Bezahlbarer und menschenwürdiger Wohnraum ist ein grundlegendes Recht, doch Millionen Menschen in Europa leiden unter explodierenden Mieten, spekulativen Aufkäufen und fehlendem sozialen Wohnraum. Wenn große Finanzakteure europaweit Wohnungen als Anlageprodukt aufkaufen, reichen nationale Maßnahmen allein nicht aus. Mit dem Europäischen Affordable Housing Plan im Dezember bietet sich jetzt die Chance, Wohnen wieder als soziales Gut zu stärken, Spekulation einzudämmen und Städte sowie gemeinwohlorientierte Wohnformen besser zu unterstützen.

Link zu unserem Greens/EFA Positionspapier on Housing:

https://www.greens-efa.eu/en/article/policypaper/affordable-sustainable-and-decent-housing-for-all