EU-Solidarität mit Grönland - Pressemitteilung

EU-Solidarität mit Grönland – Pressemitteilung
Brüssel, 16. Januar 2026
EU-Solidarität mit Grönland steht angesichts der jüngsten Entwicklungen im Mittelpunkt der Debatte. Anlässlich der jüngsten übergriffigen und völkerrechtlich bedenklichen Äußerungen von US-Präsident Trump sowie Vertreter*innen der US-Administration gegenüber Grönland machen der ehemalige dänische Außenminister und dänische Europaabgeordnete Villy Søvndal (Socialistisk Folkeparti) sowie der Schleswig-Holsteinische Europaabgeordnete der Grünen, Rasmus Andresen, deutlich, dass die EU an der Seite Grönlands steht.
Villy Søvndal kommentiert:
“Trumps Wunsch, Grönland zu übernehmen, ist nicht nur bizarr. Er ist eine Bedrohung für unsere gesamte Sicherheitsstruktur. Einem Verbündeten mit militärischer Gewalt zu drohen, ist ein Bruch mit allem, was die transatlantische Allianz seit Generationen zusammenhält.
Aber die USA sind mehr als nur Trump und Vance. Die breite amerikanische Bevölkerung hat weiterhin einen sicherheitspolitischen Kompass, der auf Zusammenarbeit, Respekt und starke Allianzen ausgerichtet ist. Umfragen zeigen, dass 73 Prozent der Amerikaner direkt gegen den Einsatz militärischer Gewalt gegen Grönland sind. Das sollten wir uns vor Augen halten – sowohl in Grönland als auch in Dänemark.
Die Sicherheit und die Interessen Grönlands und Europas sind miteinander verknüpft. Ich glaube, dass sich dies in der kommenden Zeit zunehmend zeigen wird.
Und die Botschaft muss ohne Vorbehalt lauten: Keine Entscheidungen über Grönland ohne die Grönländer. Nur das grönländische Volk entscheidet über die Zukunft Grönlands. Und wir in der EU sind bereit, dieses Recht zu verteidigen.”
Rasmus Andresen ergänzt:
“Als EU sind wir Grönlands größter Handelspartner. Der aktuelle siebenjährige Finanzrahmen der EU sieht bereits über 200 Millionen Euro für die Zusammenarbeit mit Grönland vor, und die Kommission hat vorgeschlagen, diesen Betrag im kommenden Haushalt mehr als zu verdoppeln. Dies ermöglicht eine viel stärkere Zusammenarbeit in den Bereichen Energie, kritische Rohstoffe und nachhaltige Entwicklung – zum Nutzen sowohl Grönlands als auch Europas.
Wir Europäer*innen müssen jetzt alle unsere transatlantischen Kontakte nutzen, um eine Eskalation zu verhindern.
Und gleichzeitig kann es ein Weg sein, Grönland stärker an die Europäischen Union zu binden. Selbst eine vollwertige EU-Mitgliedschaft käme infrage. Aber nochmal: Das müssen die Grönländer selbst entscheiden.
Das Selbstbestimmungsrecht Grönlands kann niemand in Frage stellen, weder die EU noch Donald Trump.”