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21. Januar 2026

EU-Wirtschaft und Finanzpolitik gegenüber den USA - Pressemitteilung

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EU-Wirtschaft und Finanzpolitik gegenüber den USA – Pressemitteilung
Straßburg, 21. Januar 2026

EU-Wirtschaft und Finanzpolitik gegenüber den USA stehen im Zentrum des anstehenden Sondergipfels der EU-Staats- und Regierungschefs zu den Drohungen des US-Präsidenten Trump. Zum anstehenden Sondergipfel der EU-Staats- und Regierungschefs zu den Drohungen des US-Präsidenten Trump erklärt der finanzpolitische Sprecher der Grünen im EU-Parlament Rasmus Andresen:

“Die bisherigen Äußerungen von Kommissionspräsidentin von der Leyen und Bundeskanzler Merz sind enttäuschend. Nachdem ihre Appeasement-Politik gescheitert ist, fehlt ihnen der Mut, mit wirksamen Maßnahmen gegen Trumps zerstörerische Politik vorzugehen. Wer Trump wirklich treffen will, muss die Finanz-Bazooka rausholen.

Europa hält rund 10% aller US-Staatsanleihen und finanziert damit die USA mehr als alle anderen. Schon die Ankündigung möglicher Verkäufe europäischer Bestände würde Trump viel stärker unter Druck geraten, als wenn man ein wenig an der Zoll-Schraube dreht. Denn das würde die Renditen steigen lassen und die Finanzierungskosten für die USA erhöhen.

EU-Kommission, Investitionsbank und EZB müssen alle Optionen prüfen, um diese finanzpolitische Bazooka strategisch einzusetzen. Europa braucht dringend sichere europäische Anleihen als Alternative. Ein europäischer Bondmarkt muss jetzt aufgebaut werden.

Trumps aggressiver Kurs wird maßgeblich von Tech-Milliardären und Großinvestoren aus dem Silicon Valley befeuert, die erheblichen politischen Einfluss ausüben. Die Europäische Antwort auf Trump muss eine EU-Techkonzernsteuer sein. Tech-Konzerne zahlen bei uns kaum Steuern, die EU hat es in der Hand dafür zu sorgen, dass die Tech-Milliarden bei uns in Europa bleiben.”