EU-Wirtschaft und Safe Asset - Pressemitteilung

EU-Wirtschaft und Safe Asset – Pressemitteilung
Straßburg, 11. Februar 2026
EU-Wirtschaft und Safe Asset stehen im Mittelpunkt der aktuellen Debatte. Im Vorfeld der Klausur der EU-Staats- und Regierungschefs am Donnerstag hat die Europäische Zentralbank (EZB) einen Forderungskatalog vorgelegt. Darin spricht sie sich unter anderem dafür aus, dass die EU-Kommission und die Mitgliedstaaten ein gemeinsames „Safe Asset“ schaffen. Frankreichs Präsident Macron hatte am Vortag Forderungen nach gemeinsamen EU-Schulden gestellt, die Bundeskanzler Merz noch am selben Tag zurückwies. Bundesbankpräsident Joachim Nagel sprach sich allerdings heute Vormittag ebenfalls dafür aus, betonte aber, dass Eurobonds begrenzt und zweckgebunden sein müssen.
Rasmus Andresen, finanzpolitischer Sprecher der Greens/EFA im Europäischen Parlament, kommentiert dazu:
“Die EZB erkennt die Zeichen der Zeit. Erfreulich ist, dass sich bei diesem umstrittenen Thema langsam ein Konsens abzeichnet. Ein europäisches Safe Asset ist unabdingbar, wenn wir Souveränität und europäische Alternativen aufbauen wollen. Damit Safe Assets ihr Potenzial komplett ausschöpfen, sollten sie aber in passende europäische Gemeingüter und Prioritäten wie Investitionen in die Klimawende gelenkt werden. Bundeskanzler Merz sollte auf die klugen Ideen von Frau Lagarde hören.“