Europa braucht eine Zusatzvorsorge, die schützt und nicht verteuert

Pressemitteilung
Brüssel, 20. November 2025
Europa braucht eine Zusatzvorsorge, die schützt und nicht verteuert
Die Europäische Kommission hat heute das Pensionspaket vorgestellt. Das Paket umfasst eine Überarbeitung des Pan-Europäischen Privaten Pensionsprodukts (PEPP), Änderungen an den Regeln für betriebliche Pensionspläne (IOPR II) sowie Empfehlungen zu Renten-Tracking Systemen, Renten-Dashboards und Auto-Enrollment in Zusatzvorsorgesysteme.
Dazu äußert sich Rasmus Andresen, Mitglied im ECON-Ausschuss der Greens/EFA im Europäischen Parlament:
„Europa braucht eine Zusatzvorsorge, die schützt, statt nur Steuervorteile zu stapeln. Entscheidend sind starke Verbraucherschutzregeln: eine strikte Kostenobergrenze, robuste Risikopuffer und ein einfaches, digitales Produkt jenseits provisionsgetriebener Beratung. Ein modernisiertes PEPP sollte betriebliche und private Beiträge klug verzahnen. Auto-Enrollment kann sinnvoll sein, aber nur, wenn es alle Erwerbsformen erreicht und soziale Ungleichheiten nicht verschärft. Und bei allem gilt: Zusatzprodukte können das öffentliche Rentensystem ergänzen, aber niemals ersetzen.
Bei der Spar- und Investitionsunion darf die Kommission außerdem nicht den Fehler machen, beim Sammeln von Kapital stehenzubleiben, sondern es braucht gezielt Strukturen, damit das Geld einen gesellschaftlichen Mehrwert erzeugt und nicht einfach in bestehende Finanzmarktstrukturen versickert. Sinnvoll wären zum Beispiel öffentliche Investment-Vehikel für leistbaren Wohnraum sowie eine stärkere Unterstützung von Genossenschaften, Crowdfunding-Modellen und Impact-orientierten Anlagen.“