Europaabgeordneter fordert umfassende europäische Strategie für nationale und sprachliche Minderheiten

In Vorbereitung auf die bevorstehende Rede zur Lage der Europäischen Union durch EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat die fraktionsübergreifende parlamentarische Intergruppe für nationale und sprachliche Minderheiten einen Brief an die EU-Kommission gesendet. Rasmus Andresen (Europaabgeordneter von Bündnis 90/Die Grünen), Mitglied der Intergruppe für nationale und sprachliche Minderheiten und Unterzeichner des Briefes, kommentiert:
“Wir fordern eine umfassende europäische Strategie für nationale und sprachliche Minderheiten. Es ist längst überfällig, dass die EU ihre Verantwortung mit Blick auf den Schutz und die Förderung der sprachlichen und kulturellen Vielfalt in Europa endlich ernst nimmt. Mit der europäischen Bürgerinitiative Minority Safepack haben die europäischen Bürger*innen bereits vor Jahren deutlich gemacht, dass sie mehr europäischen Einsatz für Minderheiten wollen. Wir erneuern und unterstreichen diese Forderung nun in Richtung der EU-Kommission. Ursula von der Leyen hat kommende Woche die Chance, unsere Ideen aufzugreifen.
Es braucht auch dringend mehr Mittel und konkrete Unterstützung für Minderheiten. Bei der Ausarbeitung des nächsten mehrjährigen Finanzrahmens ist es von entscheidender Bedeutung, dass die Bedürfnisse und Lebensrealitäten von Minderheitengemeinschaften in den künftigen Prioritäten und Finanzmitteln der EU berücksichtigt werden.
Als Grüne Fraktion haben wir bereits Vorschläge in den Gesetzgebungsprozess eingebracht, um die Bedarfe von Minderheiten bei wichtigen Förderprogrammen für regionale Entwicklung und grenzübergreifende Kooperation besser zu berücksichtigen. Dies muss aber als eine breit getragene, gesamteuropäische Aufgabe verstanden werden, um Aussicht auf Erfolg zu haben.”