16. Dezember 2025

Money Matters #50: Der erste EU-Wohnplan: Ein Anfang, aber zu wenig Schutz vor Spekulation

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Der erste EU-Wohnplan: Ein Anfang, aber zu wenig Schutz vor Spekulation

Die Europäische Kommission hat heute erstmals einen Europäischen Plan für bezahlbares Wohnen vorgelegt. Dass Wohnen überhaupt auf europäischer Ebene adressiert wird, ist ein wichtiger Schritt. Denn die Realität ist eindeutig: In den letzten 15 Jahren sind die Immobilienpreise in der EU um über 55 Prozent gestiegen, die Mieten um fast 27 Prozent. Für viele Menschen ist Wohnen, gerade in Städten, kaum noch bezahlbar.

Das aktuelle Versagen der bezahlbaren Wohnraumversorgung in Europa ist ein zentraler Treiber der Cost-of-Living-Krise, mit direkten Folgen für sozialen Zusammenhalt und demokratisches Vertrauen. Denn Haushalte mit einem monatlichen Nettoeinkommen von weniger als 1 300 Euro im Jahr 2023 verwenden 64 % (780 Euro) ihrer Konsumausgaben für Lebensmittel und Wohnen. Das ist deutlich mehr als der Durchschnitt aller Haushalte, deretwa Hälfte (52 %) der privaten Konsumausgaben für Essen und Wohnen aufwendet (Statistisches Bundesamt).

Der Plan setzt zwar wichtige Signale, scheut aber den entschlossenen Eingriff in die strukturellen Ursachen der Wohnungskrise.

Übersicht:
1. Ein Überblick: Warum jetzt Wohnpolitik auf EU-Ebene und was der European Affordable Housing Plan fordert
2. Wo der Plan hinter den Herausforderungen zurückbleibt
3. Der Plan im Kleingedruckten – Zwischen Ankündigung und Umsetzung
4. Wohnen ist ein Menschenrecht, kein Finanzprodukt

Hier gehts zum ganzen Briefing (https://tbbe34000.emailsys1a.net/mailing/165/8844671/0/6b86e48076/index.html)