Neuer SFDR-Vorschlag droht Nachhaltigkeitsstandards massiv zu verwässern

PRESSEMITTEILUNG
Brüssel, 20. November 2025
Neuer SFDR-Vorschlag droht Nachhaltigkeitsstandards massiv zu verwässern
Die Europäische Kommission hat heute die Überarbeitung der Sustainable-Finance-Disclosure-Regulation (SFDR) vorgelegt.
Rasmus Andresen, Greens/EFA Mitglied des ECON-Ausschusses im Europäischen Parlament kommentiert dazu:
„Mit diesem Vorstoß gefährdet die Kommission die Glaubwürdigkeit nachhaltiger Finanzprodukte. Durch die Abschaffung der doppelten Materialität und die Streichung des Do-No-Significant-Harm-Prinzips entstehen erhebliche Lücken in einem ohnehin sensiblen Regelwerk. Gleichzeitig sollen vage neue Produktkategorien ausreichen, um Anlagen als ‚nachhaltig‘ zu bewerben, selbst wenn nur ein kleiner Teil tatsächlich taxonomiekonform ist. Damit wird Greenwashing nicht eingedämmt, sondern de facto ermöglicht. Eine wirksame SFDR erfordert klare Ausschlusskriterien, belastbare Standards und echte Verantwortlichkeit statt bloßer Nachhaltigkeits-Rhetorik.“