Paketabgabe stärkt fairen Handel - nun braucht es EU-Eigenmittel

PRESSEMITTEILUNG
Brüssel, 12. Dezember 2025
Paketabgabe stärkt fairen Handel – nun braucht es EU-Eigenmittel
Die EU-Finanzminister*innen haben sich heute darauf geeinigt, dass ab Juli 2026 für jedes in die EU importierte Paket mit einem Warenwert bis 150 Euro eine Abgabe von drei Euro fällig wird. Die Regelung ist als Übergangslösung vorgesehen: Ab 2028 soll die bisherige Zollfreigrenze vollständig entfallen, sodass alle Importe ab dem ersten Euro zollpflichtig werden.
Rasmus Andresen, Grünen/EFA-Abgeordneter und Mitglied im ECON-Ausschuss des Europäischen Parlaments, begrüßt die Entscheidung:
„Die neue Abgabe auf Billigimporte ist ein überfälliger Schritt, um unsere lokale Wirtschaft zu stärken. Sie setzt ein klares Signal gegen den massenhaften Versand von Billigprodukten um die halbe Welt mit all den unnötigen Emissionen, die dabei entstehen.
Jetzt braucht es den nächsten Schritt: Die Einnahmen müssen als echte Eigenmittel ins EU-Budget fließen, damit wir gemeinsame Zukunftsprojekte voranbringen und die europäische Wirtschaft nachhaltig stärken können. Bei 4,6 Mrd. Drittstaaten-Sendungen 2024 könnte die Gebühr rund 13,8 Mrd. Euro einbringen.“