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10. März 2026

Die EU muss Spekulation mit Wohnraum beenden und bezahlbare Mieten ermöglichen!

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Pressemitteilung
Brüssel, 10. März 2026
Die EU muss Spekulation mit Wohnraum beenden und bezahlbare Mieten ermöglichen!

Die Krise auf dem Wohnungsmarkt und Antworten der EU auf explodierende Mieten stehen im Zentrum der heutigen Plenardebatte. Der Bericht des konservativen Berichterstatters zementiert Wohnraumspekulation als Geschäftsmodell der großen Immobilienkonzerne. In den vergangenen 15 Jahren sind die Immobilienpreise in der EU im Schnitt um 55,4 Prozent und die Mieten um 26,7 Prozent gestiegen.
Deshalb haben die EU-Abgeordneten im letzten Jahr an einem Bericht zur Wohnraumkrise gearbeitet.

Rasmus Andresen, schleswig-holsteinischer Europaabgeordneter der Grünen und Ko-Vorsitzender der Grünen/EFA-Arbeitsgruppe “Bezahlbares Wohnen”, kommentiert:

„Wohnen darf nicht zur Spekulationsmasse verkommen. Alleinerziehende, Familien und einfache Angestellte müssen sich nah am Arbeitsplatz eine Wohnung leisten können. Auch bei uns im Norden steigen die Mieten stärker als die Inflation. Es fehlt Wohnraum, u.a. viele Studierende und Azubis finden keine Unterkunft. Viele Familien sind gezwungen, fast die Hälfte ihres Einkommens auszugeben, nur um ein Dach über dem Kopf zu behalten.

Die EU arbeitet daran, die Wohnraum-Krise zu beenden. Die EU muss und kann handeln, um Spekulation auf den Finanzmärkten zu beenden, gegen Leerstände vorzugehen und faire Mieten durchzusetzen.
Leider verhindern CDU und CSU im EU-Parlament, dass wir wirksame Maßnahmen für bezahlbare Mieten beschließen können.

Explodierende Mieten und Wohnungskrise sind keine Naturgewalt, sie sind hausgemacht. Während Millionen Menschen kein würdevolles Dach über dem Kopf finden, verteidigen die Konservativen die Interessen von Spekulanten, großen Immobilienkonzernen und Plattformen für Kurzzeitvermietung.

Wir fordern die EU-Kommission auf, es besser zu machen und Spekulation einzudämmen. Kurzzeitvermietungen müssen begrenzt und massive Investitionen in öffentlichen und gemeinnützigen Wohnungsbau durch Einführung eines EU-Wohnungsbaufonds mobilisiert werden. Wir brauchen ein EU-Transparenzregister für Immobilien zur Identifizierung der wirtschaftlichen Eigentümer. Niemand in der EU sollte mehr als 30 Prozent des Monatseinkommens für Wohnkosten aufwenden müssen.”