Die Finanzminister müssen Immobilienkonzerne an die Kette legen!

PRESSEMITTEILUNG
Brüssel, 22. Mai 2026
Die Finanzminister müssen Immobilienkonzerne an die Kette legen!
Zur heutigen Diskussion der Finanzminister der Eurozone über die makroökonomischen, sozialen und strukturellen Aspekte der Wohnungskrise in der EU erklärt Rasmus Andresen, finanzpolitischer Sprecher der Grünen im Europäischen Parlament:
„Es ist richtig, dass die Finanzminister der Eurozone die makroökonomischen Folgen steigender Mieten und fehlender Leistbarkeit von Wohnraum auf die Agenda setzen. Sie dürfen es sich jedoch nicht zu einfach machen, indem sie zu stark auf Neubau als Lösung setzen und damit den Kern des Problems ausblenden. Der Fokus auf Neubau ist bequem für diejenigen, die weiterhin vom bestehenden System profitieren. Steigende Mieten für Menschen mit normalen Einkommen wird man damit aber nicht verhindern.
Die zunehmende Finanzialisierung des Wohnungsmarktes muss endlich auf europäischer Ebene angegangen werden. Hier haben die Finanzminister*innen einen klaren Auftrag: Wir brauchen mehr Transparenz über Eigentumsverhältnisse, eine Begrenzung exzessiver Renditeausschüttungen großer Wohnungskonzerne, stärkere Rechte für Kommunen bei der Regulierung von Ferienwohnungen sowie ein Ende steuerlicher und regulatorischer Fehlanreize, die Wohnen zum Spekulationsobjekt machen. Wer nur baut, ohne Spekulation zu begrenzen, baut am Bedarf vorbei.“